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Fahren Sie vorsichtig!

Tipps und aktuelle Fahrberichte - exklusiv von Motorjournalist Werner Müller


Sprit sparen mit Kopf und Fuß

Zur richtigen Zeit tanken und mit Gefühl und Verstand fahren: So kann man viel Kraftstoff und Geld sparen

Bei den derzeit hohen Benzin- und Dieselpreisen lässt sich mit rechtzeitigem Tanken und vernünftigem Fahren spürbar sparen. Die Kraftstoffpreise schwanken innerhalb einer Woche immer noch bis zu 10 Cent. Doch der lange geltende Tipp, der Montag wäre der günstigste Tanktag, gilt so nicht mehr.

Die Benzinverkäufer und die sie steuernden Mineralölkonzerne haben wohl endlich gemerkt, dass der übliche Montagsstau an den Zapfsäulen die Kunden verärgert und durch die Hektik an der Kasse die Käufe von gewinnträchtigen Leckereien, Getränken und Zeitschriften etc. nicht gerade gefördert werden. Aufmerksame "Sparfüchse" sollten bei ihrer Tankstelle schon mal am Samstag oder Sonntag auf die Preistafel schauen. Oft ist der Spritpreis da schon recht niedrig. Auch der Dienstag ist inzwischen ein "Billig-Tag."

Drei Cent pro Liter Benzin könnten über 90 Prozent der Autofahrer zudem sparen, weil ihr Fahrzeug den seit Monaten preiswerteren E10-Kraftstoff durchaus verträgt. Unter www.dat.de/E10 kann man nachlesen, ob man das eigene Fahrzeug mit dem Benzin mit 10 Prozent Ethanol betanken darf.

Das größte Spar-Potential liegt jedoch nach wie vor im Gasfuß. Hier einige Tipps dazu: 

Defensiv fahren Wer aggressiv fährt, immer auf dem Gas steht, der verbraucht im Vergleich bis zu 30 Prozent mehr. Profis vermeiden starkes Beschleunigen und scharfes Bremsen. Sie fahren und steuern gefühlvoll.

Motor nicht unnötig hochdrehen Beim Anfahren und Beschleunigen möglichst schnell in den nächst höheren Gang schalten. Den roten Bereich des Drehzahlmessers meiden und auf die oft schon serienmäßige Schaltanzeige im Cockpit achten.

Korrekter Reifendruck Auch bei Winterreifen auf den richtigen Luftdruck achten. Zu geringer Reifendruck erhöht den Verbrauch

Hohes Tempo meiden Der Luftwiderstand steigt beim schnellen Fahren spürbar an und erhöht den Verbrauch deutlich. Ein gleichmäßiges, zügiges Tempo sorgt nicht nur für vernünftige Verbrauchswerte, sondern schont auch die Nerven.

Motor regelmäßig warten Gerade im Winter trägt ein gut eingestellter Motor zum Spritsparen bei. Er springt besser an, läuft schneller rund und spart gerade in der Kaltlaufphase enorm viel Kraftstoff.

Aufbauten nach Einsatz abbauen Ski- und Dachgepäckträger erhöhen den Verbrauch durch die Verschlechterung der Aerodynamik um bis zu 20 Prozent.

Gewicht sparen Jedes zusätzliche Kilogramm erhöht den Verbrauch. Kofferraum aufräumen und keine nicht benötigten Gegenstände - wie etwa Golf-Schläger - mit schleppen.

Fahrzeug nicht warmlaufen lassen Ein kalter Motor schluckt Benzin wie mit dem Suppenlöffel. Zudem ist das Warmlaufen lassen sogar verboten und kann ein Bußgeld kosten.

Die Auto-Hersteller sorgten in den letzten Jahren mit einer Vielzahl sparsamer Modelle und Motorvarianten dafür, das der statistische Durchschnittsverbrauch aller neu zugelassenen kontinuierlich sank. Der Wert aller deutschen Marken und Modelle liegt derzeit laut VDA-Verbandschef Matthias Wissmann bei 5,5 l/100 km.

Die neue, derzeit heftig diskutierte Effizienz-Einstufung, die Farbmarken wie bei Elektro-Geräten auch für Automobile vorschreibt, gibt zusätzliche Informationshilfe. Man kann die komplette Effizienz-Tabelle und eine interessante Erläuterung dazu unter www.DAT.de herunter laden.

Mein Tipp Ein kleines Fahrtenbuch, in dem einfach der Kilometerstand beim Tanken und die Tankmenge eingetragen werden, erlaubt - bei peniblem Volltanken - über einen längeren Zeitraum eine exakte Ermittlung des Verbrauchs. Manch einer wird über das Ergebnis erstaunt sein.

 

Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch

 

Grafik: ADAC
Sparen oder Benzin vergeuden: Vieles hat der Fahrer selbst in der Hand.
Letzte Änderung: Dienstag, 13.12.2011 13:39 Uhr

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