Niehl (as). "Ein Platz für alle" soll er auch künftig sein, der Monika-Plonka-Platz. Acht Jahre lang war die Rasenfläche im Herzen des neuen GAG Wohnviertels auf dem ehemaligen Siemensgelände an der Amsterdamer Straße namenlos.
Endlich feierten Mieter, Eigentümer sowie das Wohn- und Mehrgenerationenprojekt LEDO mit einem Fest die offizielle Namensgebung. Benannt wurde die Freifläche an der Emmericher Straße nach der bereits verstorbenen Hebamme Monika Plonka. Zusammen mit ihrer Kollegin Therese Schlundt machte sie sich in den 60er Jahren für Hausgeburten stark und gründete 1989 das Kölner Geburtshaus. Enthüllen durften das Straßenschild Peter Plonka, der Sohn der Namenspatronin und Therese Schlundt (80). Schützenhilfe leisteten Bezirksbürgermeister Bernd Schössler und Jochen Mauel, der Leiter der Immobilienbewirtschaftung der GAG Immobilien AG. "Mit den vielen Menschen, die hier wohnen und ein neues Zuhause gefunden haben, hat die GAG ein Viertel im Viertel zur Welt gebracht. Was liegt da näher, den Platz nach einer Hebamme zu benennen?" kommentierte Jochen Mauel. Vor zehn Jahren hatte man mit dem circa 70 Millionen teuren Bauprojekt begonnen. Entstanden ist ein Areal mit reichlich Grünflächen, 50 Einfamilienhäusern, 106 Eigentumswohnungen und circa 700 Mietwohnungen, wovon allein 380 Wohnungen mit Erdwärme beheizt werden. Hinzu kommen das Mehrgenerationenwohnprojekt LEDO, eine Kindertagesstätte und demnächst eine Pflegestation der Sozial Betrieb Köln (SBK) mit 19 barrierefreien Wohneinheiten. Der Erlös des Festes soll dem offenen Bücherschrank zu Gute kommen, der an der Ruhrorter Straße seine Platz finden soll.


