Longerich (bw). Eine Adventszeit ohne das traditionelle Weihnachtssingen, das war für einige Bewohner des Stadtteils Longerich undenkbar. Eigentlich wurde dieses Singen immer vom Bürgerverein ausgerichtet. Doch er hatte nicht genügend freiwillige Helfer, das zu bewerkstelligen.
Damit die traditionelle Veranstaltung nicht ausfallen musste,
gründete sich flugs eine Interessengemeinschaft in
Alt-Longerich, die sich "IGAL" nannte.
Die sechs maßgeblichen Organisatoren stürzten sich nun in
die Arbeit: Es wurden Zelte, Technik, Tannenbäume aufgebaut
und Lichterketten angebracht. IGAL kreierte einen Glühwein und
einen Punsch, den die Freiwillige Feuwehr ausschenkte. Auch hatte
man in der Kürze der Zeit eine sehenswerte Tombola sowie
allerhand Weihnachtliches zum Verkauf anbieten können. Der
"Dank": mehr als 200 Gäste kamen zum Kriegerplatz,
um sich von den weihnachtlichen Liedern des Quartett-Vereins
Köln-Longerich unterstützt durch den
Männergesangverein "Cäcilia" Weiler-Volkhoven
wie auch vom Kinderchor der Kölsch-AG an der Sternsingerschule
Longerich, in weihnachtliche Vorfreude versetzen zu lassen.
Den musikalischen Ausklang gestalteten das Musikcorps der
Kölner Husaren grün-gelb sowie das heimische Musikcorps
Blau-Weiß Alt Lunke.
Alleine die große Besucherzahl machte die Longericher
Organisatoren überglücklich. Und als dann der Erlös
des Festes feststand, waren alle zudem auch noch überaus
stolz: 1040 Euro konnten für soziale Zwecke gespendet werden.
Die Kölsch AG, die Lunker Müüs und vor allem die
Kölner Selbsthilfe freuten sich über den Geldsegen.
Die Kölner Selbsthilfe will mit diesem Geld das Projekt
"Goldesel" unterstützen, das als Inhalt einen
Mittagstisch für Kinder und Gewaltprävention unter dem
Slogan: "Tischlein deck Dich" und "Knüppel
bleib im Sack"praktiziert.
So erfolgsbeflügelt hat man auch schon über das
nächste Weihnachtssingen nachgedacht. Es soll nicht wie immer
am dritten Advent, sondern am Samstag vor dem zweiten Advent, dem
8. Dezember, stattfinden. Doch dafür benötigen die
Organisatoren wieder den dankeswerten Einsatz der Helfer,
Tombola-Sponsoren, Chöre und Musikcorps.



