Fühlingen (jb). Die Bezirksvertretung Chorweiler hat eine Vorlage des Verkehrsausschusses zum Bau der Ortsumgehung Fühlingen ab 2013 einstimmig verabschiedet. Ein Grundstückseigner an der Kreuzung Mennweg/Blumenbergsweg/ Neusser Landstraße weigert sich jedoch, seine Landfläche zu verkaufen.
Dies könnte zu einer Verzögerung des Projektes
führen. Hintergrund für das auf 12 Millionen Euro Kosten
geschätzte Straßenprojekt ist unter anderem das zweite
Frischelager der Rewe-Gruppe am Mohlenweg. Die Ortsumgehung soll
den erhöhten Lastwagenverkehr um Fühlingen herumleiten.
Die geplante Trasse stellt im Süden eine Verlängerung der
Industriestraße dar, nach einer Anbindung an die
Robert-Bosch-Straße quert sie den Mohlenweg und endet im
Norden am Mennweg. Im Gegensatz zur Industriestraße soll die
Strecke nur einspurig mit einem gemeinsamen Geh- und Radweg werden.
Anfangs hatten sich mehrere Besitzer gegen einen Verkauf ihrer
Grundflächen ausgesprochen. Mittlerweile hat die Stadt alle
benötigten Grundstücke bis auf eines an der
Einmündung in die Neusser Landstraße erworben. Der
Straßenbau ist in zwei Abschnitten geplant, beginnend im
Süden. Die Finanzierung ist weitgehend abgesichert, 40 Prozent
der Kosten soll die Stadt und 60 Prozent die Bezirksregierung
Köln tragen.
Sollte sich der Eigner auf lange Sicht weigern zu verkaufen, gibt
es dem Amt für Straßen- und Verkehrstechnik zufolge zwei
Alternativen: Entweder wird die Kreuzung anders gestaltet, was
jedoch nicht als dauerhafte Lösung angesehen wird, oder die
Stadt könnte ein Enteignungsverfahren anstrengen. Das
könnte den Bauabschluss jedoch um Jahre hinauszögern.
Daher hoffen die Planer auf ein Einlenken des Besitzers.


